37°: Young Sex – Wie liebt die Gen Z?

DIENSTAG, 24.02.2026, 22.15 – 22.45 UHR, ZDF

© Christine Schroeder

In »Young Sex – Wie liebt die Gen Z?« kommen sechs unter­schiedliche junge Menschen zu einem Blind Date in einer Hamburger Bar zusammen und lassen sich auf ein Experiment ein: Eine Begegnung mit Fremden, die offen über Sex und ihre Art zu lieben reden. Sie alle leben Liebe und Sexualität sehr verschieden – von Poly­amorie über Mono­gamie bis hin zu gar keinem Sex. In einer Generation, in der alles möglich scheint, prallen ihre Über­zeugungen auf­ein­ander. In heißen Diskussionen und verschiedenen Spielen fordern sie sich gegen­seitig her­aus – und verhandeln eine der ganz großen Fragen: Welches Liebes­leben macht wirklich glücklich?

Drei Tage lang setzen sich Defne, Yasmin »Yaz«, Janine »Nine«, Emmanuel »Emma«, Josephine »Jo« und Nico intensiv mit ihrer Lust, ihrer Scham, mit ihren Fantasien und Ängsten sowie gesell­schaftlichen Normen auseinander.

Nine aus Burscheid hatte mit ihren 30 Jahren noch nie Sex und auch keine Beziehung. »Ich werde ständig bemit­leidet und andere sagen dann: ›Ach, du findest bestimmt bald auch jemanden‹«. Aber ist das über­haupt das, was sie wirklich will? Was hält Nine von intimen Beziehungen ab, und was braucht sie, um glücklich zu sein?

Yaz dagegen lebt ihre Sexualität sehr offen aus. Das Surfer-Girl lebt aktuell auf Fehmarn und möchte sich weder auf einen festen Partner noch auf das Geschlecht oder die Anzahl ihrer Sexual­partner­innen und -partner fest­legen. »Bitch – das könnte die Gesell­schaft wohl über mich sagen«, vermutet die 27-Jährige. Abbringen lässt sie sich trotz­dem von nichts. Denn Liebe wird ihrer Meinung nach ein­fach nur »mehr, wenn man sie teilt«. Doch dann tritt plötzlich ein Mensch in ihr Leben, für den sie sich vorstellen kann, ihre Freiheit auf­zu­geben – »just a litte bit«.

Jo (24) und Nico (28) aus Heidel­berg hingegen gehen Bindungen ein, die andere in ihrem Alter scheuen würden: Sie kaufen ein Haus, heiraten und planen schon den nächsten Schritt – ein gemein­sames Kind. »Wir sind Macher, warum also lange warten? Wenn wir jetzt schon unsere Träume ver­wirk­lichen, haben wir länger etwas davon.« Die in ihrer Generation verbreitete FOMO, die soge­nannte »Fear of Missing out«, können sie nicht nach­voll­ziehen und glauben, dass viele auch ein­fach zu faul sind, für eine Beziehung und wahre Verbindlichkeit.

Emmas (29) Lebens­modell ist das komplette Gegen­teil: Der Kölner lebt in einem poly­amoren Beziehungs­geflecht, dass sich »Polykül« nennt. Jede /Jeder darf mehrere Beziehungen zu verschiedenen Personen haben. Emmas feste Freundin Pia hat aktuell drei Partner­innen / Partner. Emma selbst ist noch auf der Suche – in Liebes­dingen, im Sexuellen. Aber eins weiß er ganz genau: Er möchte sich frei entfalten und lieben, ohne klassische Beziehungs­grenzen. Damit ein­her geht für ihn aber auch die Pflicht, mit seinen Partnern und Partner­innen eine enge Kommunikation zu pflegen: »Wir reden immer wieder darüber, was wir eigent­lich wollen, aber es gibt per se keinen Anspruch auf irgend­etwas in dieser Beziehung.«

Defne aus Ebersbach an der Fils lebt als lesbische Frau selbst­bestimmt ihr Liebes­leben. Aber die Creatorin mit türkischen Wurzeln hat einen harten Weg hinter sich: Ihr Coming-out in einem muslimischen Eltern­haus, eine toxische Beziehung und eine schmerz­hafte Trennung, die ihr den Boden unter den Füßen weg­ge­rissen hat. »Ich war in dieser Beziehung emotional so abhängig, weil ich alles für sie auf­ge­geben habe», sagt die 25-Jährige. Doch aus dem Trennungs­schmerz wurde für Defne eine Reise zu sich selbst: Mittler­weile sucht sie nicht mehr verzweifelt nach der großen Liebe, aber hofft dennoch darauf – und wird überrascht.

Ab dem 14.02.2026 sind Folge 1-3 schon in der ZDF-Mediathek abrufbar