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Teures Leben, kleine Rente. Immer mehr ältere Menschen kommen finanziell nur noch schwer über die Runden. Rund 3,5 Millionen Menschen über 65 Jahre gelten in Deutschland als armutsgefährdet – ein neuer Rekord.
Immer häufiger kehren Senioren deshalb ihrer Heimat den Rücken. Rund 245 000 Renten wurden 2024 ins Ausland überwiesen und die Zahlen steigen stark.
Eines der beliebtesten Ziele für den Neustart im Alter ist Bulgarien, das ärmste Land der EU. Dort sind die Lebenshaltungskosten knapp 50 Prozent niedriger als in Deutschland.
Auch Christa (72) und Heinz (68) Kadur aus der Nähe von Wuppertal packen ihre Koffer. Der ehemalige LKW-Fahrer und seine Frau wandern nach Bulgarien aus, denn mit ihrer geringen Rente können sie ihrer Meinung in Deutschland nach nicht mehr angemessen leben.
Ihr Ziel: Lozen in der bulgarischen Provinz. In der Siedlung »Rentnerglück« haben sich schon einige deutsche Rentner niedergelassen, um ihren Lebensabend zu verbringen. Gegründet und aufgebaut hat diese Gemeinschaft für Senioren Yordan Milanov, ein Bulgare, der viele Jahre in Deutschland gelebt hat.
Auch Margit Kamutzki aus Wuppertal macht sich auf die Reise nach Bulgarien. Allerdings nur zum Probewohnen. Alles in Deutschland endgültig zurücklassen – diesen großen Schritt traut sie die 68jährige noch nicht zu.
Werden sich die Erwartungen der Auswanderer erfüllen? Wie lebt es sich in einem kleinen Dorf, 45 Minuten von der nächstgrößeren Stadt entfernt? Und wie groß ist das Heimweh?
Die Spiegel TV Reportage begleitet die Silver-Ager bei ihrem Neustart, 2000 km von der Heimat entfernt.