© Andreas Lünser
Auch nach vier Jahren Krieg gelingt es Russland nicht die Ukraine zu unterwerfen. Und dass, obwohl US-Präsident Trump die Unterstützung für das angegriffene Land gestoppt hat.
Nach wie vor schickt Putin jeden Monat Tausende Soldaten in den Tod, nur um einige Quadratkilometer Territoriums zu erobern. Zeitgleich wird, von den USA initiiert, über Frieden verhandelt. Doch es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass Russland von seinen Maximalforderungen abweicht.
Der Präsidentenwechsel in den USA bedeutet für die Ukraine zunächst ein Rückschlag. Ein Treffen im Weißen Haus endet mit einem Eklat. Donald Trump gibt dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj die Schuld am Fortgang des Krieges. Für eine Woche stoppen die Amerikaner die Weitergabe von Geheimdienstinformation, in dessen Folge die Ukraine militärische Niederlagen hinnehmen muss. Doch das angegriffene Land gibt auch 2025 nicht auf. Mit einer Armada von Kampfdrohnen kann die Ukraine größere Frontdurchbrüche verhindern und erfolgreiche Angriffe auf die russische Ölindustrie führen. Auch Russland setzt die tödlichen Flugobjekte massenhaft ein. Es gibt keine starren Frontlinien mehr, stattdessen etwa dreißig Kilometer tiefe Todeszonen, in denen Drohnen operieren. Im vierten Kriegswinter versucht Russland systematisch die Lebensgrundlagen der Ukrainer zu zerstören. Fast täglich greifen russische Drohnen und Raketen Wohnviertel und Kraftwerke an, um die Strom und Wasserversorgung zu zerstören. Für diesen Film waren SPIEGEL TV-Reporter Andreas Lünser und sein Kameramann Jochen Blum an den umkämpften Frontabschnitten unterwegs und haben exklusive Bilder gefilmt. Sie zeigen Menschen, die dem täglichen Bombenterror in den Städten ausgesetzt sind und treffen Kämpfer wieder, die bereits in den ersten Folgen zu Wort kamen. Die Soldaten sind zwar müde, aber entschlossen. Die Dokumentation ist der vierte Teil einer Chronik des Krieges in der Ukraine. Die drei vorangegangenen Teile zeichnen die Geschehnisse seit dem Überfall im Februar 2022 nach und sind in der ZDF-Mediathek abrufbar.