Die Spur: Benzos, Tilidin, Oxys – Jugend im Rausch

MITTWOCH, 04.03.2026, 22.45 – 23.15 UHR, ZDF

 Immer mehr junge Menschen konsumieren Beruhigungs- und Schmerzmittel. © finally.

Immer mehr Jugendliche entfliehen ihrem Alltag mit Hilfe von Tabletten, die betäuben und vergessen lassen. Viele unter­schätzen dabei die Gefahren. Manche zahlen mit ihrem Leben. Viele Pillen kann man problem­los im Netz ordern. Auf Instagram, TikTok und Co. finden sich unzählige Videos, die den Konsum verherr­lichen. Polizei und Experten sind oft macht­los. Es werde zu wenig unter­nommen, um Jugendliche vor der Gefahr zu warnen. Der Konsum von Schmerz- und Beruhigungs­mitteln wie Oxycodon oder Alprazolam kann sehr schnell süchtig machen – vor allem junge Menschen: »Für Jugendliche und junge Erwachsene ist der Konsum dieser Medikamente sehr gefährlich«, sagt Rainer Thomasius. Denn bei einer Über­dosierung könne es zum Herz-Kreislauf-Still­stand, zum Atem­versagen kommen, so der Mediziner, der fast 20 Jahre lang ärztlicher Leiter des Deutschen Zentrums für Sucht­fragen des Kindes- und Jugend­alters an der Uniklinik Hamburg war. Die Straf­verfolgungs­behörden sind bis­her vergleichs­weise macht­los: »Mein Ein­druck ist, sie haben es auf dem Schirm, dass da etwas Neues entstanden ist, dass da ein Problem ist«, sagt Daniel Brombacher. Er ist Experte für Organisierte Kriminalität in Europa und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem inter­nationalen Drogen­handel. Aber keiner der kriminellen Akteure, die dort aktiv seien, habe ein besonders hohes Risiko­bewusst­sein. »Daran kann man sehr, sehr gut ablesen, dass unsere Behörden, das gilt nicht nur für Deutsch­land, das gilt auch für andere euro­päische Länder, noch kein Rezept dagegen gefunden haben.«