ARTE Re: Diagnose Multiple Sklerose

MITTWOCH, 14.1.2026, 19.40 – 20.15 Uhr, ARTE

Emily Wittmann hat zehn Jahre mit Multipler Sklerose gelebt, bevor sie ihre Diagnose bekam © SPIEGEL TV

Emily Wittmann erhält vor neun Monaten die Diagnose Multiple Sklerose. Ein Schock – aber auch eine Erleichterung: Endlich kann die Dreißig­jährige die wieder­kehrenden Probleme mit Gleich­gewicht, Konzentration und Sprach­vermögen medizinisch ein­ordnen und behandeln. »Erstmal habe ich mega geheult, aber nach und nach ist mir klar geworden, dass das jetzt nicht das Aus ist und es mir auch eine gewisse Handlungs­fähigkeit wieder gibt.« so die Hamburgerin.

Emily ist eine von mehr als einer Million Menschen in Europa die mit MS leben, einer chronisch-entzündlichen Erkrankung des zentralen Nerven­systems. Multiple Sklerose ist unheilbar und von unter­schied­lichen Verläufen gekenn­zeichnet. Da die Symptome stark variieren, wirken die Medikamente und Behandlungs­methoden nicht immer gleich gut. Auch Emilys weiterer Therapie­verlauf ist noch unklar. 

Ricky Baerg war 24, als er an MS erkrankte. Anfangs hatte er nur wenige der MS-typischen Symptome, doch inzwischen tragen ihn seine Beine nicht mehr. Seit 2020 nutzt der heute 36-jährige einen Roll­stuhl und meistert einen trubeligen All­tag: als Ehe­mann, Vater von drei Kindern, in der Sozial­beratung einer Klinik und als Mit­glied einer Bau­gemein­schaft. Seine krank­heits­bedingten Schwächen thematisiert er den­noch offen: »Es gibt Tage, an denen mich die MS lahm­legt – im wahrsten Sinne des Wortes. Aber ich will mich weiter­bewegen und mich nicht ein­schränken lassen, sondern das Leben in meinen Möglich­keiten genießen.«